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Foto: Marco Borggreve

JULIAN PRÉGARDIEN, Tenor

Julian Prégardien debütierte im Sommer 2017 an der Bayerischen Staatsoper in der Titelpartie von Carl Maria von Webers Oberon. Opernprojekte dieser Saison sind u.a. Pedrillo in Mozarts Entführung aus dem Serail bei der Salzburger Mozartwoche unter Leitung von René Jacobs sowie Narraboth in Strauss' Salome bei den Salzburger Festspielen unter Leitung von Franz Welser-Möst. Außerdem gastiert er an der Opéra Comique in Paris mit Hans Zenders Winterreise mit dem Ensemble Intercontemporain.

 

Im Konzertbereich zählt Julian Prégardien zu den gefragtesten Interpreten der Evangelisten-Partien Johann Sebastian Bachs. In den vergangenen Spielzeiten war er mit der Matthäus-Passion unter Leitung von Kent Nagano in Montreal und im Rahmen einer Tournee mit René Jacobs und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie beim jährlichen Weihnachtsoratorium an der Hamburgischen Staatsoper unter Leitung von Alessandro de Marchi zu erleben. Im Frühjahr 2018 ist er mit Bachs Johannes-Passion erneut auf Tournee mit dem Ensemble Pygmalion und Raphaël Pichon. Höhepunkte der Konzertsaison 2017/18 sind Haydns Jahreszeiten mit Kent Nagano in der Elbphilharmonie Hamburg sowie Orchesterrezitale mit der Deutschen Radiophilharmonie zur Eröffnung des Festivals RheinVokal und mit dem Orchestre de Chambre de Paris in der Pariser Philharmonie. Mit einem besonderen Monteverdi-Projekt gemeinsam mit seinem Vater Christoph Prégardien und dem Ensemble Anima Eterna ist er 2017 zu Gast in Versailles, Dijon, Brügge und Antwerpen. Dem Mozartfest Würzburg ist Julian Prégardien seit 2016 eng verbunden, dort ist er 2017 an dem neuen Crossover-Format „Lounge Amadé“ beteiligt. Im Juni 2018 steht eine Liedmatinee mit Kristian Bezuidenhout an.

 

Der 2017 mit dem International Classical Music Award (für seine CD-Einspielung "Schubertiade" bei Myrios Classics) ausgezeichnete Liedinterpret Julian Prégardien war an der Gesamtaufführung aller Lieder von Franz Schubert sowohl bei der Schubertiade in Hohenems/Schwarzenberg als auch in der Wigmore Hall London mit mehreren Liederabenden und verschiedenen Klavierpartnern beteiligt.

 

Sein Japan-Debut mit Schuberts Winterreise in der Kioi Hall Tokyo und der Izumi Hall Osaka im Januar 2017 gemeinsam mit Masato Suzuki (Fortepiano) wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. In dieser Saison ist Julian Prégardien mit Liederabenden in der Alten Oper Frankfurt, bei der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart, im Konzerthaus Berlin, im Kunsthaus Zürich, im Stadtcasino Basel, beim Meisterzyklus Bern, in der Wigmore Hall London und beim Bach Festival Montreal zu erleben. Begleitet von Gerhard Oppitz sang er im Oktober 2017 die Winterreise in Aschaffenburg. Im Mai 2018 ist er im neuen Boulezsaal in Berlin im Rahmen eines Schubert-Projekts zu einem Liederabend begleitet von Martin Helmchen eingeladen. Regelmäßig geben Vater und Sohn Prégardien Duo-Liederabende begleitet von Michael Gees. Zuletzt waren sie im Mai 2017 in der Kölner Philharmonie zu erleben.

 

Auf CD sind in den letzten Jahren folgende Aufnahmen erschienen: Bachs Matthäuspassion (auch DVD) und Johannespassion mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und Concerto Köln, Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Orchester der Hamburgischen Staatsoper und dem Hamburg Ballett (DVD), Rameaus Zaïs mit Les Talens Lyriques und Christophe Rousset, Mozarts Entführung aus dem Serail mit der Akademie für Alte Musik und René Jacobs, sowie die Lied-CDs "An die Geliebte", "Schubertiade" und "Father and Son". 

 

Daneben hat Julian Prégardien die Medienplattform P.RHÉI ins Leben gerufen und veröffentlicht dort ein Editionsprojekt, das die Aufführungspraxis und Interpretationsgeschichte von Franz Schuberts Liedzyklen Winterreise und Die Schöne Müllerin beleuchtet.

 

Seine musikalische Ausbildung erhielt der 1984 in Frankfurt geborene Sänger bei der Limburger Dommusik und an der Musikhochschule Freiburg. Im November 2017 übernahm Julian Prégardien eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM).

 

„Die Entdeckung des Abends ist Julian Prégardien, der den Tamino nahezu als Idealbesetzung verkörpert. Der Junge Sänger, Sohn eines berühmten Tenors, fügt der Rolle seine vielfältigen musikalischen Erfahrungen aus den Bereichen Oratorium und Lied hinzu und erzielt dadurch ein Ergebnis von bewundernswerter Feinsinnigkeit, Linienführung und ausdeutender Deklamation, ohne es aber je – zumal in den Schlüsselmomenten seiner Partie – weder an wohl geratener Durchschlagkraft noch an strahlender Helligkeit der Stimme fehlen zu lassen. Folglich tragen seine beiden Arien schon das Merkmal der Meisterschaft der Großen seines Fachs; ganz besonders die erste, voll von inniger Zärtlichkeit, die Stück für Stück in unbezwingbare Leidenschaftlichkeit umschlägt. Und gerade auch in der ‚Sprecherszene‘ zeigt er sein ganzes Können, heldisch und selbstbewusst, was für seinen in München anstehenden Oberon Großartiges erahnen lässt. Ein Künstler, den man im Auge behalten sollte und dem eine strahlende Zukunft bevorzustehen scheint.“

(04.04.2017, www.classiquenews.com >>)

 

Saison 2017/2018 (Vertretung: Generalmanagement | Management: Daniela Spering | Administration: Stephanie Watin)

 

Bitte verwenden Sie nur diese Biographie. Änderungen/Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit ORFEO artist management

 

http://www.julianpregardien.de  ||  http://www.prhei.com